Analyse der Atemgase 

Die nicht-invasive Analyse im Atemgas kann mittels zwei Verfahren stattfinden: 

Nebenstromverfahren: Entnahme der Atemgasproben direkt am Tubus oder Filter. Die Entnahme des Probenvolumens findet also so nah wie möglich beim Patienten statt.     

Hauptstromverfahren:  Messerfassung im Atemgasstrom durch Installation des externen IR-Messsensors im Patientenschlauchsystem oder über einen Adapter am Tubus. 

 Der Datex-GE Healthcare Gassensor verbirgt sich als komplette Einheit im Kompaktgasmodul, d.h., hier finden sich die Prinzipien des Infrarotphotometers, der Messeinheit für Atemgase und die Narkosegasidentifikation wieder.

Unter Atemgase werden neben Sauerstoff und Kohlendioxid zusätzlich Lachgas und volatile Anästhetika (z.B. Halothan, Enfluran, Isofluran, Desfluran, Sevofluran) verstanden. Um diese Atemgase messen zu können, bedient man sich dem Prinzip der Infrarot-Absorption.

 Kohlendioxid, Lachgas und Anästhesiegase haben im Unterschied zu Sauerstoff polare Moleküle, die durch infrarote Bestrahlung im Wellenlängenbereich zwischen 2,5µm und 15 µm zu mechanischen Schwingungen angeregt werden können und dabei Strahlung charakteristischer Wellenlängen absorbieren. Ausschlaggebende Messgrösse ist der jeweilige Peak des Gases.

Jedes Narkosegas hat ein typisches Spektralmuster und ein ihm eigenes Absorptionsspektrum, über das eine Identifikation erfolgen kann.