Nicht-Invasive Dinamap Blutdruckmessung

 
 

Die Messung des Blutdrucks, nicht invasiv, ist der wohl wichtigster und häufigster gemessene Vitalparameter. Die Messergebnisse des Blutdrucks sind ausschlaggebend für die Therapie und damit für den weiteren Krankheitsverlauf des Patienten.

Die Dinamap Oszillometrie - integriert in allen GE Healthcare Patientenmonitoren -  ist die zuverlässigste nicht invasive  Messmethode und der Industriestandard.

In dieser Sektion erklären wir das Messpinzip und geben Tipps um Fehler zu vermeiden und die Messgenauigkeit zu erhöhen.

 

In verschiedenen Bereichen des Blutkreislaufs herrschen unterschiedliche Druckverhältnisse. Spricht man ohne näheren Zusatz vom Blutdruck, dann meint man in der Regel den arteriellen Druck in den grossen Schlagadern auf Herzhöhe (BD oder BP, gebräuchlich ist auch die Synekdoche RR fü Riva-Rocci), der meistens an der Brachialarterie des Oberarmes gemessen wird. Daneben ist auch der zentralvenöse Druck von medizinischem Interesse.

Die Blutdruckmesswerte sind Überdrucke gegenüber der Atmosphäre und werden nicht in der SI-Einheit Pascal (Pa), sondern in der traditionellen Einheit mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben, weil früher für die Druckmessung üblicherweise nur Quecksilbermanometer verwendet wurden.

Die Angabe des arteriellen Drucks erfolgt konventionell als Zahlenpaar aus systolischem (maximaler Wert, ist unter anderem abhängig von der Herzauswurfleistung) und diastolischem Druck (minimaler Wert, in der Herzfüllungsphase und deshalb unter anderem auch abhängig von der Elastizität und dem Füllungszustand der grossen Gefässe). Man sagt dann beispielsweise „ 110 über 75 oder schreibt 110/75.

 

Die arterielle Blutdruckregulation

Der arterielle Druck muss sich in gewissen Bandbreiten bewegen, denn sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedriger arterieller Druck schädigen den Organismus bzw. einzelne Organe. Gleichzeitig muss der arterielle Druck aber auch bei wechselnden Belastungen (z. B. einem anstrengenden Dauerlauf oder Ruhe, Schlaf) angepasst werden.

Grundvoraussetzung jeder arteriellen Drucksteuerung ist, dass der Körper den arteriellen Druck in den Gefässen selbst messen kann. In Aorta, Halsschlagadern sowie anderen grossen Arterien in Brustkorb und Hals messen druckempfindliche Sinneszellen, die Barorezeptoren, die Dehnung der Arterienwand

 

 

Bei der auskultatorischen Messung wird eine Druckmanschette geeigneter Breite am Oberarm über den erwarteten arteriellen Druck aufgeblasen. Beim langsamen Ablassen kann man das Auftreten und danach wieder das Verschwinden eines Korotkow-Geräusches mit Hilfe eines Stethoskops über der Arterie des Armes hören (auskultieren). Der Druck, der bei Auftretensbeginn des gehörten Geräusches auf der Skala des Messgerätes abgelesen werden kann, entspricht dem oberen, systolischen arteriellen Druckwert, d. h. der systolische Druck ist in diesem Moment größer als der Druck der Manschette. Der Druck wird mit geeigneter Geschwindigkeit weiter abgelassen. Unterschreitet der Manschettendruck den minimalen arteriellen Druckwert, sistiert das Geräusch. Dieser Wert wird als diastolischer Druck bezeichnet und als s. g. unterer Wert notiert. Die auskultatorische Messung ist das Standardverfahren der nichtinvasiven Messverfahren.

Auch bei der palpatorischen Messung wird eine Druckmanschette am Oberarm angelegt, beim Ablassen des Druckes wird der Puls an der Arteria radialis getastet. Der Druck, der beim erstmals getasteten Puls auf der Skala des Messgerätes abgelesen werden kann, entspricht dem oberen, systolischen arteriellen Druckwert. Der diastolische Wert kann auf diese Weise nicht ermittelt werden.

Die oszillatorische Messung wird wie die beiden anderen Verfahren durchgeführt, der obere und untere Wert werden anhand des Amplitudenverlaufs eines pulsynchronen Zeigerausschlags am Messgerät abgeschätzt, das die Übertragung von Schwingungen der Gefäßwand auf die Druckmanschette darstellt.

 

Die Dinamap Oszillometrie

Der Manschettendruck wird stufenweise abgelassen. Auf jeder Druckstufe werden zwei Pulse annährend gleicher Amplitude und Frequenz registriert. Artefakte werden dadurch mit grosser Sicherheit erkannt und eliminiert.

 

Dinamap misst den Mittleren arteriellen Druck - MAD!

Der MAD ist der zeitiche Mitttelwert der Drücke im arteriellen System und wird bei der Dinamap Oszillometrie gemessen, wenn die Oszillationen in der Arterie Ihr Maximum erreichen. Der MAD gibt Auskunft über die gleichmässige Versorgung der Organe mit Blut. Ist eine sichere Messung von Systole/Diastole bei niedrigsten Drücke nicht mehr möglich, kann die Dinamap Oszillometrie immer noch den MAD messen.

Dinamap misst den systolischen und den diastolischen Druck!

Der systolische Druck wird bei dem paarweisen Anstieg der Oszillationen während der Kontraktion des Herzmuskels gemessen. Der definiert den maximalen Druck während der Arbeitsphase des Herzens. Der diastolische Druck wird während der Erschlaffung des Herzens gemessen, wenn die Oszillationen aufhören, schwächer zu werden. Er definiert den minialen Druck während der Arbeitsperiode des Herzens.

 

 

Die Blutdruckmanschette ist der Druckaufnehmer bei der Blutdruckmessung. Achten Sie daher stets auf die richtige Manschettengrösse!

 

Zu kleine Manschette

In zu kleinen Manschetten wird wegen der geringeren Auflagefläche mehr Druck benötigt, um die Arterie zu schliessend. Der gemessene Druck ist falsch zu hoch.

Ideale Manschette

Zur genauen Bestimmung des Blutdruckes sollte die Manschettenbreite ca. 40% des Extremitätenumfangs betragen.

Zu grosse Manschette

In zu grossen Manschetten wird wegen der grösseren Auflagefläche weniger Druck benötigt, um die Arterie zu schliessend. Der gemessene Druck ist falsch zu niederig.

 

Bei den Criticon Dinamap Manschetten erkennen Sie auf einen Blick, ob die Manschette passt und damit zuverlässige Messwerte erzielt werden können.

Mit der Kombination aus Dinamap Oszillometrie,  Zweischlauchsystem  und Critikon Manschetten erhalten Sie in jeder Situation valide Werte.

 

 

Beachten Sie:

  • Falsche Manschettengrösse: Bis zu 30% Abweichung vom tatsächlichen Wert
  • Messort und Herzhöhe: 8 mmHg Abweichung beim gemessenen Wert je 10 cm Abweichung von der Herzhöhe
  • Schmerzen, Kälte, nervliche Spannungen (white coat syndrome): Mögliche Abweichungen vom tatsächlichen Wert
  • Manschette zu fest: Muskelanpannung: Abweichungen vom tatsächlichen Wert  möglich
 

Dinamap: wir messen anders als die anderen:

Stufenweise Druckablass und die Verifizierung von Amplitude and Frequenz direkt aufeinander folgender Pulswellen ermöglicht das Erkennen geringster Artefakte. So werden zuverlässige Messungen sichergestellt.

Dinamap misst zuverlässig und genau:

Exakte Messwerte auch bei besonders hohen Drücken, bei besonders niedrigen Drücken und in Gegenwart von Artefakten.

Mit Dinamap messen Sie MAD und den systolsichen und den diastolischen Blutdruck.

Einfachste Bedienung, Grösste Zuverlässigkeit,. Beste Parameterqualität.

Die Dinamap-Technologie  ist verfügbar im  Dinamap V100 Vitalmonitor / Dinamap VC150 oder als Dinamap Blutdruckmessung in unseren Patientenmonitoren von GE Healthcare.